Coaching thoughts

SO VIEL WILLE

Morgens in der S-Bahn. Es ist dunkel, es regnet mal nicht. Ich sitze eingezwängt zwischen einer ein E-book lesenden Frau und einem großen, kräftigen Mann. Er hat eine Art Aktentasche auf dem Schoß und Kopf und Nacken gebeugt. Vielleicht schläft er. Auf einmal schreckt er hoch und zieht ein Smartphone hervor. Die Stöpsel sind schon in Ohr. Hatte er einen Alarm eingestellt?  Kein Daumengetrommel und -gewische zu sehen. Nichts. Neugierig werfe ich einen Blick nach rechts. Er schaut sich konzentriert ein Video an. Das Thema: Wie ich jedes Gespräch dominiere! Mit Zeichnungen von Männern und Frauen und vielen Sprechblasen voller Tipps. Nachdenklich von so viel Willen, morgens zwischen sieben und acht Uhr an sich zu arbeiten, steige ich nach 10 Minuten aus. 

IM VORÜBERGEHEN

An einer Schaufensterscheibe in Berlin hängt ein Foto mit einem entschlossen dreinblickenden vielleicht 12jährigen Jungen. Darunter steht: Ich will keine Eigentumswohnung, ich will Bücher. Es ist kein politischer Beitrag zur Wohnungsmarkt-Debatte Berlins. Das Poster hängt in einer Buchhandlung.

Mein allererster Gedanke: Ist das klasse! Ein Wow-Effekt. Weshalb?

Es spricht direkt, unvermittelt Werte bei mir an. Damit ist es ein tolles Beispiel, wie im Vorübergehen Werte aufblitzen können. Einfach einen Moment darüber nachdenken…

IDA

Ida von Katharina Adler gelesen. Ich ertappe mich dabei, sie abwechselnd in den Arm nehmen oder schütteln zu wollen. Gründlich durchschütteln, all das Verquere rausrütteln. Und dennoch weiterlesen.

Der Abstand zu den Klientinnen und Klienten ist immer eine Gratwanderung, zwischen Nähe und Distanz. Helfen und Helfenwollen sind zwei Paar Schuhe.

ADVENT

Kundin sagt erstaunt: Ich weiß nicht, wie ich das früher geschafft habe. 48 Tütchen für die Adventskalender packen, hier ein Vorspiel, dort ein Konzert und noch eine kleine Feier. Wahrscheinlich hat es mir einfach Freude gemacht… Aus heutiger Sicht, wo die Kids groß sind, scheint es absolut undenkbar…

Vieles geht also. Besonders mit Spaß. Noch besser mit Freude.

Warum willst du denn einen Blog schreiben? Das bin ich häufig gefragt worden.

Vielleicht den einen oder anderen Gedanken mit Klienten/Klientinnen und Coaches teilen. Eine Idee, eine Begegnung, Fundstücke aller Art teilen. Beim eigenen Sortieren hilft es auf jeden Fall…

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